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Die Namensführung des Kindes

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Aus deutscher Sicht unterliegt auch die Namensführung des Kindes seinem Heimatrecht. Führen die Eltern eines deutschen Kindes einen gemeinsamen Familiennamen erhält das Kind automatisch den Familiennamen der Eltern als Nachnamen. Führen die Eltern eines deutschen Kindes keinen gemeinsamen Familiennamen muss ein Familienname für das Kind gewählt werden.

Eine Wahl gegenüber dem deutschen Standesbeamten ist auch dann erforderlich, wenn die katarische bzw. ausländische Geburtsurkunde bereits den von Ihnen gewünschten Familiennamen enthält. Falls die Mutter bzw. der Vater des Kindes eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, müssen beide Eltern zunächst die maßgebliche Rechtsordnung bestimmen.

Nach welcher Rechtsordnung richtet sich der Familienname unseres Kindes, welche Möglichkeiten zur Namenswahl haben wir?


1. deutsches Recht: Falls beide Elternteile ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, ist automatisch die deutsche Rechtsordnung für die Wahl des Familiennamens des Kindes maßgeblich. Die Eltern haben die Wahl, ob sie den Familiennamen der Mutter oder den Familiennamen des Vaters zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen. Die Namenswahl gilt automatisch auch für alle weiteren Kinder.

2. ausländisches Recht: Falls ein Elternteil z.B. die katarische Staatsangehörigkeit besitzt, können die Eltern wählen, ob sie die deutsche oder die katarische Rechtsordnung als Grundlage für die Wahl des Geburtsnamens ihres Kindes wählen wollen. Wählen Sie deutsches Recht, wenn Sie den Familiennamen des Vaters oder den Familiennamen der Mutter als Geburtsnamen Ihres Kindes wünschen. Sollten Sie sich für das ausländische Recht entscheiden, so unterliegen Sie diesem Recht und können nur die darin möglichen Optionen - sofern vorhanden - wahrnehmen. Die Namenswahl erstreckt sich nicht automatisch auf weitere Kinder. Bitte beachten Sie ebenfalls, dass die im arabischen Recht bestehenden ‚Namensketten‘ nicht übernommen werden können.

Wie ist das Verfahren zur Wahl des Familiennamens für unser Kind?

Falls eine Namenswahl erforderlich ist, können Sie den Familiennamen Ihres Kindes im Rahmen einer Geburtsanzeige (auf dem mittleren Teil der dritten Seite des Formulars) oder falls Sie keine deutsche Geburtsurkunde beantragen möchten - in einer separaten Namenserklärung bestimmen.

Bitte füllen Sie gemeinsam mit Ihrem Ehepartner die „Erklärung zur Namensführung eines Kindes“ bzw. die Geburtsanzeige sorgfältig aus. Wenn Sie die Namenserklärung für ihr Kind über die Deutsche Botschaft Doha einreichen möchten, bitten wir Sie um vorherige Vereinbarung eines Termins über info@doha.diplo.de. Die Unterschrift beider Eltern muss an der zuständigen Auslandsvertretung geleistet werden. Die Kosten der Unterschriftsbeglaubigung wird gegen eine Gebühr von 25,- € und eine Gebühr von 10,- € für die Beglaubigung der Kopien (ab 10 Seiten 1,-€ für jede weitere Seite, umgerechnet in QAR) angefertigt, diese Gebühr ist bar oder per Kreditkarte (nur Master und Visa) zu zahlen.

Alle katarischen Urkunden müssen seitens der Konsularabteilung des katarischen Außenministeriums vorbeglaubigt sein, die notwendigen Legalisationen katarischer Urkunden werden dann direkt bei der Vorsprache vorgenommen.
Ausländische Urkunden müssen ggf. in die deutsche Sprache übersetzt und mit einer Legalisation bzw. Apostille versehen werden. Ob dies für Ihre ausländische Urkunde zutrifft erfahren Sie auf der Website unserer Auslandsvertretung am jeweiligen Ausstellungsort der Urkunde.

Beide Ehegatten müssen vorsprechen.
Legen Sie die Erklärung bitte mit folgenden Unterlagen vor:

Bitte reichen Sie die Unterlagen im Original und zwei einfachen Kopien ein.

Die Unterlagen werden anschließend von der Auslandsvertretung an das für deutsche Staatsangehörige mit Auslandswohnsitz zuständige Standesamt I in Berlin weitergeleitet. Von dort erhalten Sie nach ca. 2-3 Monaten eine Bescheinigung über die Namensführung Ihres Kindes.
Bei einer Geburtsanzeige erhalten Sie ebenfalls nach ca. 1-2 Monaten die Bestätigung zur Namensführung, während die Geburtsurkunde selbst erst nach ca. 2-3 Jahren ausgestellt werden kann.

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