Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Namensführung in der Ehe

Artikel

Aus deutscher Sicht unterliegt die Namensführung jedes Ehegatten seinem Heimatrecht (Art. 10 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch – EGBGB).

Dies bedeutet, dass der deutsche Ehegatte hinsichtlich seiner Namensführung allein deutschem Recht untersteht. Seine Namensführung ändert sich nicht, wenn keine Erklärung bei oder nach der Eheschließung abgegeben wird. Sofern ein gemeinsamer Familienname (Ehename) bestimmt wird, erstreckt sich dieser Name auf gemeinsame Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Eine Frist hierfür besteht nicht.

Familienname bei Eheschließung zwischen einem deutschen und einem ausländischem Ehegatten im Ausland

I. Bei einer Eheschließung in der Bundesrepublik Deutschland können die Eheleute auf Befragen des Standesbeamten bestimmen, welchen Familiennamen sie in der Ehe führen wollen. Der auf diese Weise bestimmte Name wird dann in der Heiratsurkunde vermerkt. Bestimmen sie keinen gemeinsamen Ehenamen, behält jeder Ehegatte seinen bisherigen Familiennamen.

II. Bei einer Eheschließung im Ausland ist diese Möglichkeit der Ehenamensbestimmung nicht immer gegeben, da die ausländischen Vorschriften oft vergleichbare Regelungen nicht kennen, insbesondere nicht für beide Ehegatten die gleichen Wahlmöglichkeiten bestehen. Dies hat zur Folge, dass der deutsche Ehegatte für den deutschen Rechtsbereich den Familiennamen beibehält, den er zur Zeit der Eheschließung geführt hat (getrennte Namensführung).

Das deutsche Namensrecht räumt jedoch die Möglichkeit ein, nachträglich eine „Erklärung über die Namensführung in der Ehe“ abzugeben, um auf diese Weise den gewünschten Namen zu erhalten (z.B. einen gemeinsamen Familiennamen zu führen). Diese Erklärung kann jederzeit abgegeben werden, solange die Ehe besteht. Die Erklärung ist unwiderruflich.

Wahl des deutschen Rechts:
Bitte beachten Sie, dass bei Wahl des deutschen Rechts der Familien- oder Geburtsname des Mannes oder der Frau als Ehenamen bestimmt werden kann. Nur bei Wahl des deutschen Rechts kann die deutsche Ehefrau/der deutsche Ehemann zusätzlich gemäß § 1355 IV BGB dem gemeinsam gewählten Ehenamen den bisher geführten Namen (oder den Geburtsnamen) voran- bzw. hintenanstellen.

Wahl des ausländischen Rechts:
Bitte beachten Sie, dass Sie auch gemeinsam den Namen nach den ausländischen Heimatrecht Ihres Ehepartners wählen können. Sollten Sie sich für das ausländische Recht entscheiden, so unterliegen Sie diesem Recht und können nur die darin möglichen Optionen - sofern vorhanden - wahrnehmen.

Bitte füllen Sie gemeinsam mit Ihrem Ehepartner die „Erklärung über die Namensführung in der Ehe“ sorgfältig aus, die Unterschrift beider Ehegatten muss an der zuständigen Auslandsvertretung geleistet werden. Die Unterschriftsbeglaubigung wird gegen eine Gebühr von 25,- €, umgerechnet in QAR angefertigt, diese Gebühr ist in bar oder per Kreditkarte (nur Master und Visa) zu zahlen.

Wenn Sie die Namenerklärung über die Deutsche Botschaft Doha einreichen möchten, bitten wir Sie um vorherige Vereinbarung eines Termins über info@doha.diplo.de
Bitte bringen Sie alle entsprechenden Unterlagen im Original sowie zwei einfachen Kopien mit
.
Alle katarischen Urkunden müssen seitens der Konsularabteilung des katarischen Außenministeriums vorbeglaubigt sein, die notwendigen Legalisationen katarischer Urkunden werden dann direkt bei der Vorsprache vorgenommen.

Ausländische Urkunden müssen ggf. in die deutsche Sprache übersetzt und mit einer Legalisation bzw. Apostille versehen werden. Ob dies für Ihre ausländische Urkunde zutrifft erfahren Sie auf der Website unserer Auslandsvertretung am jeweiligen Ausstellungsort der Urkunde.

Beide Ehegatten müssen vorsprechen.

Vorzulegende Dokumente

Ihre deutsche Auslandsvertretung leitet Erklärung und Unterlagen an den Standesbeamten in Deutschland weiter, der über die Führung des neuen Namens eine Bescheinigung ausstellt.

Verwandte Inhalte

nach oben