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Beurkundung der Geburt eines in Katar geborenen deutschen Kindes in einem deutschen Geburtenregister

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Im Interesse in Katar geborener Kinder deutscher Staatsangehöriger empfiehlt es sich, die Geburt des Kindes in einem deutschen Geburtenregister nachtragen zu lassen.

Im Interesse in Katar geborener Kinder deutscher Staatsangehöriger empfiehlt es sich, die Geburt des Kindes in einem deutschen Geburtenregister nachtragen zu lassen. Für die Beurkundung der Geburt ist in aller Regel das deutsche Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich ein oder beide Elternteile ihren innerdeutschen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Anderenfalls – bei ausschließlichem Wohnsitz im Ausland - ist das Standesamts I in Berlin zuständig.

Foto eines lachenden Babys
Foto eines lachenden Babys© www.colourbox.com

Die Geburtsanzeige kann auch gerne über die nächste deutsche Auslandsvertretung erfolgen. Eine Frist für die Registrierung der Geburt in Deutschland besteht grundsätzlich nicht, sie sollte jedoch möglichst kurz nach Geburt des Kindes erfolgen. Sofern Mutter und Vater zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes keinen gemeinsamen Familiennamen tragen, ist in aller Regel auch die Abgabe einer Namenserklärung erforderlich (z.B. zur Passbeantragung).

Wenn Sie die Geburtsanzeige für Ihr Kind über die Deutsche Botschaft Doha einreichen möchten, bitten wir Sie um vorherige Vereinbarung eines Termins über info@doha.diplo.de Stichwort ‚Geburtsanzeige‘.

Sofern eine Namenserklärung abzugeben ist, müssen beide Elternteile gemeinsam zur Abgabe der Geburtsanzeige in die Botschaft kommen. Anderenfalls ist es ausreichend, wenn nur ein Elternteil den Termin wahrnimmt.
Eine Namenswahl für das Kind wird nötig, wenn Mutter und Vater des Kindes keinen Ehenamen tragen. In einem solchen Fall muss die Abgabe einer Namenserklärung (z.B. in Verbindung mit der Geburtsanzeige) zwingend vor der Passbeantragung erfolgen.
Sind die Eltern beide deutsche Staatsangehörige, dann wird die Namensbestimmung im ersten Abschnitt (§§ 1617/1617b BGB) auf der dritten Seite des Formulars durchgeführt, ist einer der beiden Eltern anderer Staatsangehörigkeit, kann zusätzlich eine Rechtswahl getroffen werden (dritter Abschnitt, Art. 10 (3) EGBGB), dabei besteht die Wahl zwischen den Heimatrechten der Eltern.

Der ausgefüllte Antrag wird mit den erforderlichen Anlagen von der zuständigen Auslandsvertretung an das jeweilige Standesamt in Deutschland übersandt.

Bitte füllen Sie die Formulare nicht in Großbuchstaben aus, da sich dadurch abweichende Schreibweisen ergeben können.

Bitte füllen Sie den anhängenden Vordruck für eine Geburtsanzeige vollständig aus und bringen die folgenden Unterlagen im Original sowie in zwei einfachen Fotokopien mit. Wir weisen darauf hin, dass für alle Anträge die katarischen Personenstandsurkunden in vorbeglaubigter Form benötigt werden und würden die notwendige Legalisation der katarischen Urkunde/Urkunden direkt während des Termins vornehmen, sodass keine zusätzlichen Termine über das Terminsystem für die Legalisation zu vereinbaren sind.

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit der Eltern (hier Pass/Staatsangehörigkeitsausweis)
  • ggf. Heiratsurkunde der Eltern
  • ggf. Vaterschaftsanerkennung
  • ggf. Sorgeerklärung
  • ggf. Sterbeurkunde des Elternteils
  • ggf. Scheidungsurteil des Elternteils
  • ggf. Namenserklärung/Namensbescheinigung
  • ggf. Einbürgerungsurkunde
  • ggf. deutsche Geburtsurkunden weiterer Geschwisterkinder

Ausländische Urkunden müssen ggf. in die deutsche Sprache übersetzt und mit einer Legalisation bzw. Apostille versehen werden. Ob dies für Ihre ausländische Urkunde zutrifft erfahren Sie auf der Website unserer Auslandsvertretung am jeweiligen Ausstellungsort der Urkunde.

Im Einzelfall können auch weitere Urkunden erforderlich sein. Die Kopien werden in der Botschaft für Sie beglaubigt, die Originale erhalten Sie direkt zurück.

Die Gebühren für die Beurkundung der Geburt und die Ausstellung beantragter Geburtsurkunden werden je nach Bundesland festgesetzt und können daher unterschiedlich sein.

Das Standesamt I in Berlin wird voraussichtlich folgende Gebühren erheben:
Die Gebühr für die Eintragung im Geburtenregister beträgt 60,- €. Dieser Betrag erhöht sich um 20,- €, wenn ausländisches Recht zu beachten ist. Die Gebühren betragen zurzeit für eine Geburtsurkunde 10,- €, für jede weitere und gleichzeitig bestellte Ausfertigung der gleichen Urkunde 5,- €. Die Beurkundung erfolgt nur nach Vorkasse, die Antragsteller erhalten dafür nach Antragstellung eine entsprechende Benachrichtigung mit den erforderlichen Kontodaten.

Bei der Botschaft fallen Gebühren, zahlbar in bar zum aktuellen Wechselkurs in QAR oder per Kreditkarte (nur Master und Visa), für die Beglaubigung der Fotokopien der Unterlagen (10,- € für 10 Seiten, jede weitere Seite 1,-€ zusätzlich) und gegebenenfalls für die Beglaubigung der Unterschriften (20,- €) an, sofern eine Namenserklärung notwendig sein sollte (25,- €).

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitungszeit beim Standesamtes I in Berlin bis zu 3 Jahren betragen kann.

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